Viele, die ein Netbook oder Notebook besitzen, kennen das Problem. Die verbauten Soundchips auf dem Mainboard bringen keinen ordentlichen Sound. Seit Anfang März bietet Enermax diesen Nutzern eine durchaus interessante Hilfe: Die USB-Soundkarte "DreamBass". Chaos Radio durfte diese ausführlich testen.
Schon aus dem Lebensmittelbereich kennen wir sogenannte Mogelpackungen - große Verpackung, wenig Inhalt. Beim ersten Anblick der Verkaufsverpackung der DreamBass Soundkarte mag man das vielleicht auch denken. 20 cm hoch, ca. 12 cm breit, 5 cm tief - aber nur zwei kleine Teile in der Verpackung: ein angewinkelter USB-Stecker sowie eine kleine rot-transparente kleine "Röhre". Doch der Schein trügt. Auch wenn die Verpackung überdimensioniert aussehen mag, dafür dass sie so klein erscheint, bringt sie mehr als ordentlichen Sound auf die heimischen Lautsprecher - aufgrund der kleinen Bauform lässt sich jedoch kein 7.1 Soundsystem anschließen.
Doch wozu eine externe Soundkarte? Nun, es gibt Computerhersteller, die verbauen einfachste Soundkarten in ihren Systemen. Diese verarbeiten meistens maximal eine Signalrate von 48 kHz bei 16 Bit. Der in der Enermax verbaute VIA VT1620A Soundchip hingegen kann 96 kHz bei 24 Bit ausgeben. Für einen normalen Benutzer gibt sich aber schon hierbei ein großer Pluspunkt, denn im direktem Vergleich mit einem On Board Soundchip (unser Testgerät ist ein Acer Aspire One Pro gewesen) brachte die DreamBass schon bei der kleinsten einstellbaren Lautstärke ordentlich "Dampf".
Die Installation läuft mehr als einfach ab: Soundkarte auf den mitgelieferten angewinkelten USB-Adapter stecken, an einen freien USB-Anschluß des Rechners stecken, kurz warten - fertig. Eine Treiberinstallation ist nicht notwendig, denn alle Windowsversionen ab Windows 2000 werden unterstützt. Wer einen Linuxrechner nutzt hat ebenfalls keine Probleme. Auch vom freien Betriebssystem wird die Soundkarte ohne Probleme erkannt (getestet unter Debian Lenny sowie Ubuntu Oneiric).
Die Soundkarte selber besitzt neben dem USB-Anschluß nur 2 Anschlüsse, einen für einen Kopfhörer/Lautsprecher, sowie einen für ein Mikrofon. Beide Anschlüsse sind für 3,5 mm Klinkenstecker ausgelegt. Die Soundkarte selber findet in so ziemlich jeder Tasche Platz, ist sie selber (ohne USB-Stecker) nur 2,3 cm x 4,5 cm groß.
Wer also auch unterwegs ordentlichen Sound haben möchte, der sollte in Erwägung ziehen, die knapp 30 Euro für den DreamBass zu investieren. Getestet mit verschiedenen Audiobearbeitungsprogrammen, weigerte sich die Soundkarte in keinem einzigen Fall mit diesen zusammenzuarbeiten, Des mag mitunter auch daran liegen, dass das Gerät als ganz normale Soundkarte im System eingebunden wird. Jedes Programm fragt direkt bei der Karte ab, was sie für Formate unterstützt und passt sich dementsprechend an. Der einzige Minuspunkt ist die Größe. Denn wer beispielsweise Tiere in seinem Haushalt hat, hat das Risiko, dass diese die Soundkarte als Spielzeug misbrauchen könnten. Ebenfalls sollte man die DreamBass auch unterwegs gut sichern. Denn auch unterwegs lässt sich diese leicht verlieren. Erhältlich ist die DreamBass für etwa 30 Euro unter anderem bei Amazon.