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Was ist Dioxin und welche Folgen hat es?

 



Bild: © kstenqnen / flickr

Derzeit geht es durch die Medien – Dioxin-Alarm – aber was genau bedeutet das für den Verbraucher? Warum wird nur explizit vor dem Verzehr von Eiern gewarnt.

Dioxin entsteht bei der Verbrennung von organischen (kohlenstoffhaltigen) Verbindungen. Prozesse bei denen es zur Bildung dieser chlorierten organischen Verbindung kommt sind Feuerbestattung in Krematorien und die Müllverbrennung. Dioxine werden nicht gezielt hergestellt und gelten als Nebenprodukt. Sie sind langlebig und werden auch über die Luft gebunden.

Bereits im Mai 2010 mussten mehrere Legehennenbetriebe geschlossen werden, da kontaminierter Mais zu Biofutter verarbeitet wurde. Seit Dezember 2010 ist nun erneut Dioxin in allen Medien und es wird von dem Verzehr von Eiern abgeraten.

Warum gilt die Warnung nur für Eier und nicht für das Fleisch?

Dioxine sind fettlöslich und finden sich hauptsächlich in den Eidottern wieder. Der Grund dafür ist der hohe Fettgehalt, denn ein Drittel des Eigelbs ist Fett. EU-weit gilt ein Dioxin-Grenzwert von 3 pg TEQ Dioxinen/g Fett oder 6 pg TEQ/g Fett für Dioxine und dioxinähnliche PCB. Das giftige Dioxin kann durch den Stoffwechsel der Hühner relativ schnell in die Eier gelangen. Im Fleisch der Tiere hingegen lagert sich die Verbindung nicht so schnell ab, weshalb auch Schweinefleisch im Moment nicht ein solch großes Problem darstellt.

Im aktuellen Fall hatte der Futtermittelhersteller „Harles und Jentzsch“ für die Herstellung von Tierfutterfetten technische Fette aus der Biodieselproduktion verwendet. Nach letzten Schätzungen wurden 3000 Tonnen belastetes Tierfutterfett hergestellt und an Legehennen, Mastschweine und Mastgeflügel verfüttert.

Was gefährlich ist Dioxin für den menschlichen Körper?

Die Aufnahme von Dioxin kann nie ganz ausgeschlossen werden, da der Stoff allgegenwärtig vorhanden ist. Der Mensch nimmt es allerdings zu 90 bis 95 Prozent über die Nahrung auf. Hauptsächlicher Träger sind Milchprodukte, Fleisch und Fisch, aber auch Gemüse. In Schweden beispielsweise beträgt die Aufnahme durch die Nahrung bei 100 pg I-TEQ/Tag, wovon die Hälfte auf den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten zurückzuführen ist.

Da der Giftstoff in Feinstaub gebunden wird, gelangt er durch die Lunge ebenfalls in unseren Kreislauf. Im Körper werden aufgenommene Dioxine im Blut angelagert und weiter verteilt. Sie reichern sich vor allem im Fettgewebe und in der Leber an. Sie sind inaktiv und werden erst beim Abbau des Fetts wieder freigesetzt. So gelangen größere Mengen eben auch über die Muttermilch in den Kreislauf eines Säuglings.

Die toxische Wirkung beruht Verbindung mit einem weit verbreiteten Zellprotein und der daraus resultierenden Anlagerung an die DNA. Die Stärke der Bindung und damit die Toxizität der Substanz hängt von dem jeweiligen Dioxin oder Furan ab. Diskutiert werden derzeit noch Zusammenhänge bei der Veränderung des Vitamin A-Stoffwechsels und Auswirkungen auf die Schildrüsenhormone.

Das Symptom bei einer schwerer akuter Dioxinvergiftung ist die Chlorakne.
Wiktor Juschtschenko wurde vermutlich am 6. September 2004 über die Nahrung mit Dioxin vergiftet. Bei ihm wurde eine Konzentration von 100 ppb festgestellt. Das behandelne Ärzteteam hatte im Zuge der Behandlung ein Enzym entdeckt, welches den Abbau von Dioxin bewirkte, so konnten 90 Prozent des Dioxins aus dem Körper entfernt werden.

Im Tierversuch führten Dioxine und Furane zu anhaltender Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, sowie zu neurologischen Störungen. Bei höheren Dosen konnten Veränderungen der Lebens- oder Teilungsfähigkeit von Immunzellen nachgewiesen werden, allerdings schien das nicht auf den menschlichen Organismus zutreffend zu sein. Nachgewisen würde außerdem, dass bereits geringe Mengen die Entstehung von Krebs aus vorgeschädigten Zellen fördern können.
 

    
Anne
in Wissen | 09.01.2011 - 17:29 Uhr | 1110 Views     
Quelle: Wikipedia     


Kommentare

  Anne schrieb am 11.01.2011 um 09:02 Uhr:
Immerhin soll zeitnah eine Warnplattform eingerichtet werden. Unter www.lebensmittelwarnung.de sollen Verbraucher über betroffene Lebensmittel informiert werden. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

  Antonietta schrieb am 11.01.2011 um 07:40 Uhr:
Der Dioxin-Skandal zeigt – wir brauchen neben besseren Kontrollen einen grundlegenden Politikwechsel: Weg von Agrarfabriken, hin zur bäuerlichen Landwirtschaft.


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