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Duisburger Loveparade endet vorzeitig mit 21 Toten und über 500 Verletzten |
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Bild: © Lopavent / Loveparade GmbH
| Auf der Loveparade in Duisburg sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Bei einer Massenpanik starben 16 Menschen am Unglücksort, 5 weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden 342 Menschen verletzt. Einige mussten durch die Rettungskräfte reanimiert werden.
Vor dem Gelände hatte sich auch am Nachmittag noch der Besucherstrom gestaut, andere wollten schon nach Hause. Der Tunnel war dabei wie ein Nadelöhr. Das gefährliche Gedränge entstand zu Beginn der Abschlusskundgebung.
Zu diesem Zeitpunkt sei das Gelände noch nicht voll gewesen. Allerdings hätte sich der Besucheransturm nicht schnell genug auf dem Gelände verteilt, so ein Polizeisprecher.
15 Menschen seien gegen 17.15 Uhr am Tunnel über die Absperrung eine Mauer hoch geklettert und aus circa acht bis neun Metern Höhe abgestürzt. Dies kann man den Berichten der Notärzte entnehmen: "Alle Sicherheitsvorkehrungen, die notwendig waren, sind von den Ordnungskräften eingeleitet worden. Es ist dafür gesorgt worden, dass nur die Größenordnungen in den Tunnel geleitet wurden, die der Tunnel verkraftet", erklärte Sauerland auf einer Pressekonferenz. "Aber soweit wir das Szenario kennen, sind die Toten entstanden, weil man Absperrungen überklettert hat und dann abgestürzt ist."
Nach Angaben des Veranstalters besuchten die diesjährige Kundgebung 1,4 Millionen Menschen. Im Jahr 2008 waren es 1,6 Millionen.
Augenzeugen der Massenpanik berichten von schrecklichen Szenen. "Es waren Tausende Menschen im Tunnel. Viel zu viele auf jeden Fall. Die Leute sind reihenweise umgefallen. Und die Polizei hat von beiden Seiten immer mehr Leute in den Tunnel geschickt", so Loveparade-Besucher Mario.
"Wer umgefallen ist, wurde direkt nieder getrampelt. Wir hatten alle Angst.", ergänzt sein Freund Stefan.
Die Stadt Duisburg hat eine Notrufnummer unter 0203-94000 eingerichtet unter der sich Angehörige informieren lassen können. Die Nachricht über das Unglück verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Das Handy-Netz war zeitweise - trotz erweiterter Kapazitäten - zusammengebrochen.
Was aber letzten Endes wirklich die Ursache für die Massenpanik und den daraus folgenden Toten und Verletzten ist, ist noch unklar. Bei der heutigen Pressekonferenz wurde dazu keine Äußerungen angestellt, da man sich in einem staatsanwaltlichem Verfahren befindet. Durch Zeugenaussagen ist nur bekannt, dass die Panik in diesem Ausmaß vielleicht hätte verhindert werden können, wenn Notausgänge und auch ein zweiter Eingang wesentlich früher geöffnet worden wären.
Bereits gestern, unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Unglücks, wurde die Homepage der Loveparade komplett aus dem Netz genommen und die Liveübertragung beendet. Lediglich ein Hinweis auf die Rufnummer der Stadt Duisburg und eine Anteilnahme sind derzeit auf der Webseite zu finden. Der Loveparade-Organisator kündigt inzwischen das endgültige Aus der Parade an.
Sobald es neue gesicherte Erkenntnisse bezüglich des Unglücks von Duisburg gibt, werden wir euch natürlich informieren.
Das gesamte Team von Chaos Radio möchte an dieser Stelle allen Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aussprechen.
Neueste Informationen zum Unglück auf der Loveparade:
Während die Behörden noch 342 Verletzten angeben, ist nun bekannt geworden, dass es insgesamt 511 Verletzte gibt. Von diesen mussten 283 in einem Krankenhaus behandelt werden - Einer von ihnen schwebt noch immer in Lebensgefahr. Am Montag Nachmittag befanden sind noch 43 Besucher in stationärer Behandlung.
Nach dem Unglück werden immer weitere Details bekannt. So haben beispielsweise mehrere Experten den Veranstalter darauf hingewiesen, das der Tunnel zwar für eine solche Besuchermasse ausreichend sei, aber der Eingangsbereich zum Gelände mit Kameras überwacht worden sollte.
Noch immer unklar ist die tatsächliche Ursache für die Panik am Samstag. Hier wird sich die Staatsanwaltschaft noch weiter ermitteln müssen.
Am Montag Abend wurde die Zahl der Toten auf 20 erhöht.
Am Mittwoch erlag ein weiteres Opfer seinen Verletzungen, die Opferzahl beträgt damit nun 21. | |
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Anne & Noah | 25.07.2010 - 13:05 Uhr
Kommentare
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Sven schrieb am 26.07.2010 um 16:36 Uhr: Der Veranstaltungsort war für eine Veranstaltung wie die Loveparade vollkommen ungeeignet. Wer hat den Veranstaltern ins Gehirn ge********, ein UMZÄUNTES/ABGESPERRTES Gelände für solche Menschemnassen auszusuchen? Meines Erachtens war die Katastrophe vorprogrammiert. Ein Eingang, dazu noch ein Nadelöhr....man kann nur noch den Kopf schütteln. In meinen Augen tragen die Veranstalter UND die Stadt Duisburg die volle Verantwortung!! Berlin WAR der einze Ort, an dem man die Loveparade relativ sicher veranstalten konnte.... Statt in eine andere Stadt zu ziehen, hätte man lieber alle Hebel in Bewegung setzen sollen, Berlin als Veranstaltungsort zu halten...oder man hätte die Loveparade lieber gleich zu den Akten legen sollen. Hier stand der Kommerz im Vordergrund, statt die Sicherheit...
Ich war auf der Loveparade...und es war ein Wahnsinnserlebniss. Das solche eine Traditionsveranstaltung so ein Ende nehmen musste, ist traurig. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen der Toten und Verletzten.
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CR|Markus schrieb am 26.07.2010 um 12:25 Uhr: das ganze macht mich sehr traurig, aber auch wütend, so etwas sollte einfach nicht passieren bei einem so grossen Anlass, bei dem Sicherheitskonzepte ect. bestehen. Auch hier aus der Schweiz unser Mitgefühl und Beileid an all welche die Opfer zu beklagen haben und allen die auf dem Weg der Genesung sind alles Gute, Euer Markus mit Familie aus dem Studio Schweiz
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